Die Tage war ich arg im Prüfungsstress und bin daher kaum zum Lesen gekommen (oder zu Twitter, meinen E-Mails, meinem Geschirrspüler,…), daher gab es Literatur ausnahmsweise nur im Snack-Format. Nina C. Hasses “Der Traum vom Fliegen” hat mich also die letzten Tage begleitet (obwohl man fairerweise sagen muss, dass der Kurzkrimi eigentlich schnell weg gelesen ist – vorausgesetzt man schreibt keine Russischklausuren), daher gibt es zur Snack-Literatur jetzt auch eine Snack-Rezension. Guten Appetit!

“Eigentlich wollen Remy Lafayette und Detective Madeline Vezér einen vergnüglichen Nachmittag in Barry Bartleby’s Kabinett der Wunderlichkeiten und Kuriositäten erleben, doch dann geschieht ein Unglück: Eine Artistin stürzt während ihres Auftritts ab und stirbt. Ein Unfall – oder nicht?
Bei ihren Ermittlungen in der Zirkustruppe stoßen die beiden auf zahlreiche Ungereimtheiten und einen Gegner, der ihre Nachforschungen mit allen Mitteln verhindern will.”

Ich habe Anfang der Woche eine Leseprobe von Hasses bald erscheinendem Roman “Ersticktes Matt” gelesen und war sofort angetan von ihrem Stil – da ich mich wohl aber bis zum Erscheinen des Buches noch etwas gedulden muss, habe ich dann “Der Traum vom Fliegen” eingeschoben.
Ich hatte keine großen Erwartungen – ich kannte bis dato ja nun weder die Autorin noch habe ich jemals einen Steampunk-Krimi gelesen, aber Kinder! Was soll ich euch sagen? Im Remys und Madelines Welt abzusteigen war ein gute Entscheidung!

Wie man in der einen oder anderen Rezension vielleicht schon gemerkt hat, bin ich ein ziemlicher Stilpedant. Ich habe bei Selfpublishern sowohl herausragende als auch grottenschlechte Erfahrungen gemacht, sowie jede Nuance irgendwie dazwischen. Hasse demonstriert mit ihrem Kurzkrimi aber äußerst beeindruckend, wie Selfpublishing gehen muss – stilsicher, zu keiner Zeit ungelenk und immer fehlerfrei. So manches Verlagstaschenbuch könnte sich davon ganz massiv eine Scheibe abschneiden.

Die Steampunk-Ästhetik spricht mich sowieso sehr an (Bioshock Infinite anyone?), insofern hat mich Hasse diesbezüglich quasi sofort abgeholt mit ihren wunderbaren, aber poignanten Beschreibungen – nicht zu viel, nicht zu wenig. Gerade genug, dass mein Gehirn alle Lücken mit Bildern aus Columbia gefüllt hat – nur definitiv düsterer.

Dazu kommt noch eine badass POC Protagonistin, von der ich allerdings gerne etwas mehr gesehen/gelesen hätte. Das was von Madeline geteasert wurde hat mich wirklich extrem neugierig gemacht!

Mein Fazit: Ein superleckerer Lesesnack für zwischendurch, der mich super hungrig auf “Ersticktes Matt” gemacht hat! Ich freue mich sehr darauf.

Nina C. Hasse auf Twitter

“Der Traum vom Fliegen” auf Amazon

3 thoughts on “Rezension: Der Traum vom Fliegen von Nina C. Hasse

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