Hach, Bücher von Autoren zu rezensieren, die man kennt, ist immer furchtbar. Noch furchtbarer ist das Gefühl beim Lesen, wenn man sich denkt, Ouha, die Review wird nicht so, wie ich das möchte.

“»Ich sehe was, was du nicht siehst und das sind DRACHEN.«

Die 16-jährige Merlina ist der jüngste Spross einer sagenumwobenen Familie: dem McArthur Clan. Der hat es sich seit Zeiten der Tafelrunde zur Aufgabe macht, die Menschheit vor den Drachen zu beschützen. Seit Jahrhunderten sind die Drachen nun ausgerottet, aber eine neue Art bedroht die Menschheit.
Nur darf diese nichts davon wissen – ein Problem, mit dem sich Lina immer öfter konfrontiert sieht, seit sie mit ihrem Dad ins malerische Vogtland gezogen ist. Als sie den mysteriösen Iron Heart kennenlernt, ahnt sie jedoch nicht, dass ihre Welt bald völlig aus den Fugen gerät. Denn auch Iron hat ein dunkles Geheimnis …” (amazon)

Vorneweg: Ich bin cfn0ndawaaafxlpkein Fantasyleser. Generell lese ich zwar wild durch alle Genres, aber das letzte Fantasy-Buch war für mich Eragon – da war ich dreizehn. Torch Ages: Drachenherz habe ich ausschließlich wegen der Autorin gelesen, daher war mir am Anfang schon ein bisschen mulmig zu Mute.

Fangen wir – wie immer – mit den schlechten Nachrichten zuerst an: Mackenzie Sturms Stil. Damit meine ich schlichtweg grundlegende grammatische, lexische und syntaktische Fehler. Nach den ersten zehn Seiten war ich kontinuierlich so laut am stöhnen, dass der Kater immer wieder seinen Kopf zur Tür reinsteckte um zu schauen, ob ich gerade sterbe oder lese. Ich hoffe sehr, dass Torch Ages: Drachenherz irgendwann noch mal in den Genuss eines professionellen Lektorats kommt. Nun, ich bin Fan davon ein Buch erst nach der Hälfte zu beurteilen – deshalb habe ich weitergelesen. Gottseidank.

Jetzt zu den guten Nachrichten: Irgendwo so nach den ersten 50 Seiten kommt eine neue Mackenzie Sturm. Und auch wenn sich noch der eine oder andere Fehler einschleicht (zum Beispiel die konstante Adjektivierung des Nomens Tod) – meine Herren, sie kann erzählen. Sie erzählt und erzählt und man rutscht immer weiter in das Buch bis man feststellt, dass man sich seit gefühlt hundert Seiten über keinen Fehler mehr aufgeregt hat. Aufeinmal werden Merlina und Iron relatable und die ursprünglich so vorhersehbare Story bekommt abgefuckte Plottwists, die mir kurzzeitig den literarischen Boden unter den Füßen weggerissen haben.  Und nebenbei war ich so ganz furchtbar erleichtert, diese Rezension positiv beenden zu können.

Ich habe mich über das eine oder andere Cliché aufgeregt, zum Beispiel dass der bürgerliche Name des classical pretty boys einfach mal Iron Heart ist. Ich glaube, da habe ich einmal so hart mit den Augen gerollt, das mir ein Stück Kontaktlinse ins Hirn gewandert ist. Fakt ist aber auch, dass mich nichts davon mehr interessiert hat, als Mackenzie Sturm angefangen hat zu erzählen. Und zwar so richtig. BÄM.

Sicherlich, dieses Buch ist vielleicht nicht für jeden etwas. Wer ein arger Stilpedant ist, der sollte sich überlegen, ob das Buch jetzt schon etwas für ihn ist. Wer eine wirklich einfühlsam erzählte Story mit cooler Message sucht, der sollte über die Fehler hinwegsehen, sich durch die ersten Seiten prügeln und
dann genießen.

Torch Ages: Drachenherz auf Amazon

Mackenzie Sturm auf Twitter

 

One thought on “Rezension – Torch Ages: Drachenherz von Mackenzie Sturm

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s